Die Einkommensteuer wird auf das zu versteuernde Einkommen berechnet – nicht einfach auf jeden Euro, der auf deinem Konto eingeht. Der Weg vom Bruttoeinkommen zur tatsächlichen Steuer besteht aus mehreren Schritten.
Einnahmen und Einkünfte
Zuerst werden steuerlich relevante Einnahmen den gesetzlichen Einkunftsarten zugeordnet. Davon können jeweils zulässige Ausgaben abgezogen werden. Das Ergebnis sind Einkünfte.
Arbeitslohn, Gewinne aus einem Betrieb, Vermietung und bestimmte Kapitalerträge werden steuerlich unterschiedlich behandelt.
Vom Einkommen zur Steuer
Aus den Einkünften wird nach weiteren Abzügen das zu versteuernde Einkommen ermittelt. Erst darauf wird der Einkommensteuertarif angewendet.
Eine Ausgabe von 100 Euro führt normalerweise nicht zu 100 Euro weniger Steuer. Sie kann lediglich die steuerliche Bemessungsgrundlage senken.
Grenzsteuersatz richtig verstehen
Der Grenzsteuersatz betrifft den jeweils nächsten Teil des Einkommens. Er wird nicht rückwirkend auf das gesamte Einkommen angewendet.
Eine Gehaltserhöhung führt deshalb nicht dazu, dass vom bisherigen Einkommen plötzlich ein höherer Satz abgezogen wird.
Dein nächster Schritt
- Trenne Bruttoeinnahmen, abzugsfähige Ausgaben und zu versteuerndes Einkommen.
- Vergleiche Steuerersparnis niemals mit der Höhe einer Ausgabe.
- Prüfe bei mehreren Einkunftsarten, welche Unterlagen du getrennt sammeln musst.
Verlässliche Quellen
Steuerregeln können sich ändern. Prüfe deshalb immer das betreffende Steuerjahr.