Was ist ein ETF?
ETF steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds. Viele ETFs bilden einen Index nach. Steigt oder fällt der Wert der enthaltenen Wertpapiere, verändert sich grundsätzlich auch der ETF-Kurs. Du kaufst damit keinen garantierten Ertrag, sondern eine Beteiligung an einem bestimmten Marktsegment.
Warum Streuung wichtig ist
Wer nur eine einzelne Aktie hält, hängt stark von einem Unternehmen ab. Ein breit aufgestellter Aktien-ETF kann das Geld auf viele Unternehmen, Branchen und Länder verteilen. Damit sinkt das Risiko, dass der Ausfall eines einzelnen Unternehmens das gesamte Investment vernichtet. Das allgemeine Marktrisiko bleibt jedoch bestehen.
Welche Kosten wirken?
Zu den laufenden Fondskosten kommen je nach Depot und Handelsplatz Kaufkosten, Sparplangebühren und der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs hinzu. Kosten fallen sicher an; eine positive Rendite dagegen nicht. Deshalb lohnt sich ein Vergleich, besonders bei langen Laufzeiten.
Welche Risiken bleiben?
- Kursschwankungen: Aktienmärkte können über längere Zeit deutlich fallen.
- Konzentration: Themen-, Branchen- oder Länder-ETFs können einseitig sein.
- Währungsrisiko: Anlagen außerhalb des Euroraums können durch Wechselkurse beeinflusst werden.
- Verhaltensrisiko: Panikverkäufe in schwachen Marktphasen können Verluste festschreiben.
Fünf Fragen vor der Auswahl
- Welchen Index bildet der ETF ab?
- Wie viele Unternehmen, Länder und Branchen sind enthalten?
- Wie hoch sind laufende und einmalige Kosten?
- Passt das Risiko zu meinem Zeithorizont?
- Verstehe ich Ausschüttung, Wiederanlage und Replikationsart?
Wenn du das Geld in wenigen Jahren sicher benötigst, können starke Kursschwankungen ein wesentliches Problem sein. Der Anlagehorizont muss daher zur Anlageklasse passen.
Das Wichtigste
Ein ETF ist ein Werkzeug, keine Strategie. Erst dein Ziel, dein Zeithorizont, deine Risikotoleranz und die tatsächliche Streuung entscheiden, ob er sinnvoll eingesetzt wird.