Ein Jobwechsel kann Einkommen und Entwicklung deutlich verbessern, bringt aber Risiken bei Kündigungsfrist, Bonus, Resturlaub, Versicherung und möglicher Übergangszeit. Gute Vorbereitung erhält deine Verhandlungsmacht.
Eine vorbereitete Reserve und ein bereits unterschriebener Anschlussvertrag verhindern, dass Zeitdruck deine Gehaltsverhandlung schwächt.
Wechselwert vollständig vergleichen
Vergleiche nicht nur Monatsgehälter, sondern Jahresvergütung, Arbeitszeit, Pendeln, Probezeit, Befristung, Urlaub, Bonusbedingungen und Entwicklungsperspektive.
Ein höheres Netto ist besonders wertvoll, wenn ein fester Teil davon dauerhaft investiert wird, statt vollständig in höhere Ausgaben zu fließen.
Lücke vermeiden
Unterschreibe den neuen Vertrag möglichst vor der eigenen Kündigung und prüfe Bedingungen, Starttermin sowie Probezeit. Plane mehrere Monatsausgaben als Übergangsreserve.
Melde dich bei absehbarem Beschäftigungsende fristgerecht arbeitssuchend. Eine Eigenkündigung oder ein Aufhebungsvertrag kann Auswirkungen auf Arbeitslosengeld haben.
Austritt intelligent gestalten
Prüfe Resturlaub, Überstunden, Bonusstichtage, Arbeitszeugnis, betriebliche Vorsorge und Rückgabe von Arbeitsmitteln. Sichere private Kontaktdaten und eigene Unterlagen, ohne Unternehmensdaten mitzunehmen.
Verhandle Freistellung oder Enddatum nur mit Blick auf Anschlussvertrag, Versicherung und mögliche Leistungssperren.
Dein nächster Schritt
- Vergleiche beide Stellen als Jahrespaket und Zeitwert.
- Prüfe Kündigungsfrist, Bonusstichtage und möglichen Starttermin gemeinsam.
- Halte eine Übergangsreserve bereit und beachte Meldefristen der Arbeitsagentur.
Verlässliche Quellen
- Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsuchend und arbeitslos melden
- Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosengeld und Sperrzeit
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.