Nach einer unbekannten Abbuchung, einer weitergegebenen TAN oder einem kompromittierten Zugang zählt Geschwindigkeit. Sperren, dokumentieren und schriftlich widersprechen sind getrennte Schritte.
Eine vorbereitete Notfallliste verkürzt die Reaktionszeit und verbessert die Chance, weitere Zahlungen zu stoppen und Ansprüche nachvollziehbar durchzusetzen.
Zugang sofort sichern
Kontaktiere Bank oder Kartenanbieter über einen bekannten Kanal, sperre betroffene Zugänge und Karten und ändere Passwörter von einem vertrauenswürdigen Gerät.
Wenn dasselbe Passwort auch für E-Mail oder andere Dienste verwendet wurde, müssen diese Zugänge ebenfalls gesichert werden.
Zahlung zurückholen lassen
Melde nicht autorisierte Zahlungen ausdrücklich und fordere die Prüfung beziehungsweise Erstattung schriftlich. Bitte bei Überweisungen sofort um Rückruf und Kontakt zur Empfängerbank.
Eine Rückholung ist nicht garantiert. Je früher Banken informiert sind, desto größer kann die praktische Chance sein.
Beweise erhalten
Sichere Kontoauszüge, Nachrichten, Telefonnummern, Webseiten, Uhrzeiten und Gesprächsnotizen. Erstatte Strafanzeige und bewahre Aktenzeichen sowie Schriftverkehr auf.
Lösche verdächtige Nachrichten erst, nachdem die relevanten Belege gesichert wurden.
Dein nächster Schritt
- Sperre Konto, Karte und betroffene Zugänge über bekannte Kontaktwege.
- Melde jede Zahlung schriftlich als autorisiert oder nicht autorisiert und verlange Prüfung.
- Sichere Belege und erstatte Strafanzeige.
Verlässliche Quellen
- Verbraucherzentrale: Kreditkarten- und Kontobetrug
- Verbraucherzentrale: Internetbetrug und Rückholung
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.