Weniger Arbeitszeit, ausbleibende Lohnzahlung oder eine Insolvenz des Arbeitgebers sind unterschiedliche Situationen. Ansprüche, Anträge und Zahlungstermine dürfen deshalb nicht miteinander verwechselt werden.
Die saubere Trennung der Anspruchsarten verhindert falsche Anträge und macht sichtbar, wie groß die tatsächliche Übergangslücke bei reduzierter oder ausbleibender Lohnzahlung ist.
Ursache und Zeitraum trennen
Dokumentiere vereinbarte Arbeitszeit, Abrechnung, tatsächlich geleistete Stunden und ausgebliebene Zahlungen.
Unterscheide Kurzarbeitergeld, offenen Lohn, Insolvenzgeld und Arbeitslosengeld.
Abrechnung prüfen
Vergleiche Lohnabrechnung, Arbeitszeitnachweis und Zahlungseingang.
Kläre unverständliche Abzüge oder fehlende Stunden zeitnah und nachweisbar.
Haushalt auf Bandbreite einstellen
Plane nicht mit dem besten Fall, sondern mit einem konservativen Nettobetrag und möglicher Verzögerung.
Prüfe früh, welche Fixkosten vorübergehend reduziert oder verschoben werden können.
Dein nächster Schritt
- Sichere Vertrag, Abrechnungen, Stunden und Kontoauszüge.
- Ordne die Situation der richtigen Leistung zu.
- Berechne einen konservativen Haushaltsplan bis zum bestätigten Zahlungstermin.
Verlässliche Quellen
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Kurzarbeitergeld
- Bundesagentur für Arbeit: Insolvenzgeld
- SGB III: Anspruch auf Insolvenzgeld
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.