Bei längerer Arbeitsunfähigkeit können Entgeltfortzahlung, Krankengeld, private Leistungen und laufende Kosten zeitlich auseinanderfallen. Die entscheidende Frage ist nicht nur, welcher Anspruch besteht, sondern wann welcher Nettobetrag verfügbar wird.
Eine früh bekannte Nettolücke zeigt rechtzeitig, ob Reserve, Vertragsleistung oder Kostensenkung nötig ist, bevor eine verzögerte Zahlung zum Kontoproblem wird.
Ansprüche nach Phase ordnen
Trenne Arbeitgeberzahlung, gesetzliche oder private Krankenversicherung, Krankentagegeld und weitere Einkommensschutzleistungen.
Prüfe Beginn, Berechnungsgrundlage, Höchstdauer, Wartezeiten und notwendige Nachweise.
Nettolücke realistisch rechnen
Vergleiche verfügbares Haushaltsnetto vor und während der Arbeitsunfähigkeit.
Berücksichtige wegfallende Arbeitskosten, aber auch zusätzliche Gesundheits-, Fahrt- oder Betreuungskosten.
Nachweise lückenlos halten
Achte auf durchgehende ärztliche Feststellung und fristgerechte Unterlagen gegenüber Arbeitgeber, Kasse und Versicherern.
Dokumentiere Kontakte, Bescheide und Zahlungstermine.
Dein nächster Schritt
- Ordne alle Leistungen nach Beginn und voraussichtlichem Zahlbetrag.
- Berechne die monatliche Haushaltslücke in mehreren Zeitphasen.
- Führe Nachweise und Ansprechpartner in einer festen Akte zusammen.
Verlässliche Quellen
- Entgeltfortzahlungsgesetz: Anspruch im Krankheitsfall
- SGB V: Höhe des Krankengeldes
- Bundesgesundheitsministerium: Krankengeld
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.