Die spätere gesetzliche Rente wird aus den im Versicherungskonto gespeicherten Zeiten und Entgelten ermittelt. Fehlende Ausbildungs-, Erziehungs-, Pflege- oder Beschäftigungszeiten sollten nicht erst kurz vor dem Rentenantrag auffallen.
Eine frühe Kontenklärung kann fehlende Ansprüche sichern und verhindert, dass kurz vor dem Ruhestand Zeitdruck oder nicht mehr beschaffbare Nachweise die Rentenberechnung schwächen.
Verlauf vollständig lesen
Vergleiche jeden Zeitraum mit Arbeitsverträgen, Zeugnissen, Sozialleistungsbescheiden und eigenen Unterlagen. Achte besonders auf Übergänge, Auslandszeiten, Selbstständigkeit und Kindererziehung.
Eine Hochrechnung ist nur so belastbar wie die zugrunde liegenden Daten.
Lücken belegen
Sammle fehlende Nachweise und beantrage eine Kontenklärung. Dokumente sind oft leichter zu beschaffen, solange Arbeitgeber, Schulen oder Behördenunterlagen noch erreichbar sind.
Bewahre Antrag, Übermittlungsnachweis und spätere Feststellung gemeinsam auf.
Änderungen nachführen
Prüfe neue Versicherungsverläufe nach Jobwechsel, Krankheit, Pflege, Elternzeit oder längeren Unterbrechungen erneut.
Behandle das Rentenkonto wie einen Vermögensnachweis, nicht wie Werbung, die ungelesen abgelegt wird.
Dein nächster Schritt
- Fordere deinen aktuellen Versicherungsverlauf an.
- Markiere jeden ungeklärten oder unvollständigen Zeitraum.
- Reiche Nachweise ein und kontrolliere anschließend die gespeicherten Daten.
Verlässliche Quellen
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.