Der sichere Teil eines Portfolios soll kurzfristige Zahlungsfähigkeit und Stabilität liefern. Tagesgeld, Festgeld und hochwertige kurzlaufende Anleihen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und haben unterschiedliche Risiken.
Sicherheit genau benennen
Tagesgeld ist täglich verfügbar und unterliegt innerhalb der gesetzlichen Grenzen der Einlagensicherung. Festgeld bindet Geld für eine vereinbarte Zeit. Wertpapierfonds und Anleihen gehören nicht zur Einlagensicherung.
Sicherheit kann Ausfallsicherheit, geringe Kursschwankung oder schnelle Verfügbarkeit bedeuten. Ein Produkt erfüllt nicht automatisch alle drei Ziele.
Anleihen sind handelbare Kredite
Eine Anleihe verspricht Zins und Rückzahlung durch einen Emittenten. Zahlungsfähigkeit, Laufzeit, Währung und Rang bestimmen das Risiko. Höhere versprochene Rendite weist häufig auf höheres Risiko hin.
Steigen Marktzinsen, fallen typischerweise die Kurse bestehender Anleihen. Je länger die Laufzeit beziehungsweise Zinsbindung, desto stärker kann die Reaktion sein.
Aufgabe im Gesamtportfolio
Ein stabiler Portfolioteil kann geplante Ausgaben und Rebalancing während fallender Aktienmärkte ermöglichen. Seine Größe richtet sich nach Zielen und Risikobudget, nicht nach einer universellen Prozentzahl.
Prüfe Rendite nach Kosten, Steuern und Inflation. Nominale Stabilität schützt nicht automatisch die Kaufkraft.
Dein nächster Schritt
- Definiere, welchen Zeitraum der sichere Teil abdecken soll.
- Trenne Einlagensicherung, Emittentenrisiko, Zinsrisiko und Verfügbarkeit.
- Wähle Laufzeiten passend zum geplanten Zahlungszeitpunkt.
Verlässliche Quellen
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.