Volatilität misst Schwankungen, nicht automatisch einen endgültigen Verlust. Ein Drawdown beschreibt den Rückgang vom bisherigen Höchststand bis zu einem späteren Tiefpunkt. Für deine Planung zählt, wie groß dieser Rückgang in Euro ist und wann du das Geld brauchst.
Schwankung ist nicht gleich Risiko
Ein langfristiges Depot kann stark schwanken und sich später erholen. Muss während des Rückgangs verkauft werden, wird aus der vorübergehenden Schwankung jedoch ein realisierter Verlust.
Zeithorizont und Liquiditätsreserve bestimmen deshalb mit, wie viel Marktrisiko tragbar ist.
Verluste wirken asymmetrisch
Nach 50 Prozent Verlust sind 100 Prozent Gewinn nötig, um wieder den Ausgangswert zu erreichen. Große Rückgänge benötigen daher überproportionale Erholung.
Hohe erwartete Rendite ohne die dazugehörigen möglichen Verluste zu betrachten, ergibt kein vollständiges Bild.
Renditen richtig lesen
Eine durchschnittliche Jahresrendite ist nicht der Verlauf eines einzelnen Jahres. Reihenfolge, Kosten, Steuern und Entnahmen verändern das persönliche Ergebnis.
Vergleiche nominale und reale Rendite: Erst nach Inflation zeigt sich die Veränderung der Kaufkraft.
Dein nächster Schritt
- Übersetze Rückgänge von 20, 30 und 50 Prozent in Euro.
- Prüfe, ob du währenddessen Ausgaben aus anderen Mitteln decken kannst.
- Bewerte Rendite immer nach Kosten, Inflation und deinem tatsächlichen Zeitraum.
Verlässliche Quellen
Leistungen, Bedingungen und gesetzliche Regeln können sich ändern. Prüfe deshalb Vertrag und aktuellen Stand.